13.04.2018 Osterholz-Scharmbeck Von: Eva Kairies
39. Autobörse am kommenden Wochenende an der Stadthalle

Neues Auto wird saubere Sache

Trotz aller Skandale, vieler düsterer Prognosen und zu vielen Informationen ohne persönlichen Bezug steigt die Zahl der KFZ-Neuzulassungen.

9.000 Quadratmeter Fläche werden sich die meisten hiesigen Autohändler tatsächlich teilen, sodass der Besucher nicht nur die neuen Autos vieler Hersteller genauestens untersuchen kann, sondern auch mit den Autoprofis ins Gespräch kommen kann. Hier kann schon gut eruiert werden, welches Modell, welche Ausstattung und welche Antriebsart der Neue mitbringen muss.

Wer selbst als KFZ-Mechatroniker unter die Autoprofis gehen möchte, kann den Ausbildungsberuf bei der KFZ-Innung Osterholz kennen lernen. Dieses Messe-Konzept kommt seit 38 Jahren gut an; das zeigen die Besucherzahlen im lockeren fünfstelligen Bereich. „Wir rechnen mit voller Hütte", sagt Stefan Horeis, Marktbereichsdirektor „West" der Sparkasse Rotenburg-Osterholz, die als Mitveranstalterin neben den teilnehmenden Kraftfahrzeugbetrieben der Region, der Volksbank eG, dem Osterholzer Anzeiger und der Stadtmarketing OHZ GmbH auftritt. Die Veranstalter haben auch in diesem Jahr an wirklich alles gedacht, was der automobile Mensch braucht und wofür er sich interessieren könnte. Elvira Kleyboldt vom Stadtmarketing stellte die Messe im Vorfeld vor als „so groß wie noch nie": 18 Pkw-Marken, zwei Nutzfahrzeughersteller und ein großer Caravan-Anbieter werden an zwei Tagen ihre zwei- und vierrädrigen Schätze zeigen.

Der Antrieb wird mit Elektro- oder Erdgasmotoren erweitert, die Vor- und Nachteile können vor Ort diskutiert werden. Der Arbeitskreis CNG-Mobilität bringt zwei Erdgas-Fahrzeuge mit und will dringend mit kursierenden Vorurteilen aufräumen. Das Auto mit dem saubersten CO2-Fußabdruck soll ein Erdgas-Auto sein.

Die Polizei klärt gemeinsam mit der Verkehrswacht am Samstag um 15 Uhr über Neuigkeiten im oft schmerzlich kennengelernten Bußgeldkatalog auf. Und wer es richtig wissen will, kann am Sonntag um 15 Uhr live eine nachgestellte Verkehrsgerichtsverhandlung erleben. Mit einem Sicherheitstraining kann es nicht so weit kommen – so etwas wird von der Verkehrswacht verlost. Den sozialen Aspekt der Mobilität pflegt das Rallyeteam „Dust Busters", dessen Mitglieder quer durch Europa an so genannten social rallyes teilnehmen. „Keins der Rallye-Fahrzeuge darf mehr als 1111 Euro kosten", klärte Fred Meyer von den Dustbusters auf. Sie präsentieren ihre Rallye-KFZ und fordern die Besucher auf, so viel Metall wie möglich mitzubringen. „Wir sammeln sämtliches Metall auf einem mitgebrachten Anhänger und wollen es in der Verwertung zu Geld machen. Das wiederum wird in Gänze dem SOS Kinderdorf gespendet." Also: jedes Kilo zählt!

Wer sein Geld zunächst zu einem Auto machen möchte, aber nicht ganz so viel unter der Matratze hat, wie er bräuchte, könnte mit den Mitarbeitern der Sparkasse Rotenburg-Osterholz sprechen. Sie beraten über Autokredite in ihrem Sparkassenmobil, bringen aber ebenso attraktive Gewinnspiele mit. Zum Rahmenprogramm steuern die singenden Schornsteinfeger und die singenden Gärtner ihren Beitrag bei, natürlich auch das Duo „Cocktail Tropical". Im 150-Quadratmeter-Cateringzelt gibt es Süßes und Herzhaftes, und hier wird auch am Samstag um 11 Uhr die offizielle Eröffnung der diesjährigen Autobörse mit einigen Gedanken zur aktuellen Automarkt-Situation stattfinden.

Die Modernisierungsmesse der Volksbank eG, die in der Stadthalle zur gleichen Zeit anberaumt ist, gilt für die Autobörse als willkommene Abwechslung in direkter Nachbarschaft. Der Rückkehr der Autobörse in die Innenstadt auf Marktplatz, Marktweide und Kirchenstraße erteilen die Veranstalter allesamt eine klare Absage. „Hier an der Stadthalle ist echte Messeprofessionalität gegeben", fasste Bürgermeister Torsten Rohde zusammen. Es würden mit der Konzentration auf einen Platz auch die besseren Beratungsgespräche geführt werden, klang es aus dem Händlerkreis. In der Innenstadt wird am Autobörsen-Wochenende kein verkaufsoffener Sonntag zelebriert, „die Autobörse bleibt hier", sagte Wilfried Kalski, Herausgeber des Osterholzer Anzeiger.

Parkplätze rund ums Messegelände werden schnell vergeben sein, doch die Anreise per Zug bis zum in direkter Nachbarschaft gelegenen Osterholz-Scharmbecker Bahnhofs ist durchaus als Alternative zu betrachten.