08.06.2018 Gnarrenburg Von: Uwe Bredehöft
Ordnungsamt bereitet Touristikverein Gnarrenburg große Probleme

Wieviele Besucher waren wann wo

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Touristik Gnarrenburg e.V. haben vor dem letzten Blütenfest erhebliche Probleme mit dem Ordnungsamt der Gemeinde gehabt.

Zunächst berichtete der erste Vorsitzende Ulrich Hartmann auf der Mitgliederversammlung über die vielen Aktivitäten der Touristik Gnarrenburg e.V. So begann das Jahr 2017 ebenso auch wie das Jahr 2018 mit dem Wohnmobiltreffen, an dem wieder in beiden Jahren über 150 Wohnmobilisten aus ganz Deutschland teilnahmen. Eine größere Teilnehmerzahl ist nicht mehr möglich, da die Wohnmobile zwischenzeitlich immer größer geworden sind und somit die Stellplätze nicht mehr ausreichen. Mit einem eigenen Stand präsentierte sich der Touristik Gnarrenburg e.V. auf den Touristikmessen in Iselersheim Oldenburg und Bremen sowie auch auf der Tarmstedter Ausstellung. Aus finanziellen Gründen konnte die so wichtige Hamburger Messe nicht besucht werden. Diese soll aber im nächsten Jahr wieder gebucht werden. Besonders groß waren die Anfragen auf allen Messen für den Fahrradtourismus. Für Gnarrenburg und auch für die Region ist dieses besonders wichtig. Obwohl sich im vergangenen Jahr bei der Museumsnacht nur der Historische Moorhof in Augustendorf und das Glasmuseum im Bahnhof den Besuchern präsentierten, war diese trotz des strömenden Regens sehr gut besucht. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Gnarrenburg wurde wieder auf dem Moorhof eine Führung und Schnitzeljagd angeboten. Die Veranstaltung war schnell überbucht und alle Teilnehmer waren am Ende mehr als begeistert. Das einzige große Problem war in diesem Jahr mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Gnarrenburg. Der zuständige Sachbearbeiter wollte, dass dem Ordnungsamt ein Fluchtweg- und Notausgangs-Plan vorgelegt und zu dem mitgeteilt wird, wie viel Menschen sich zu welcher Zeit an welchem Ort auf der Fest-Meile des Blütenfestes entlang des Oste-Hamme-Kanals aufhalten. Wissen wollte er außerdem, ob seitens der Touristik ein Eintrittsgeld für den Besuch des Blütenfestes erhoben wird. Nach einer entsprechenden Krisensitzung im Rathaus, in der insbesondere auch Bürgermeister Axel Renken einlenkte, wurde dann doch noch das Blütenfest durchgeführt. Dieses wäre aber alles gar nicht nötig gewesen, da für die Durchführung des alljährlichen Blütenfestes bereits seit über zwanzig Jahren seitens des Landkreises eine Marktgenehmigung vorliegt. Bei Vorliegen einer solchen Marktgenehmigung brauchen dann, anders als bei vielen anderen öffentlichen Veranstaltungen, keine Fluchtwegepläne oder dergleichen vorgelegt werden. Mit den Worten „ich lasse mir von einem übereifrigen Ordnungsamtsmitarbeiter nicht mehr ständig ans Bein pissen" machte Hartmann seinem Ärger Luft und führte aus, dass er in Zukunft, wenn es wieder solchen Ärger gibt, er nicht mehr dabei ist. Dabei findet im nächsten Jahr bereits das 25. Blütenfest statt und dieses soll dann noch größer und mit mehr Attraktionen durchgeführt werden als alle bisher gewesenen. Aber auch bei der Planung für den bevorstehenden Tütensonntag am 5. August hat es bereits Ärger mit dem Mitarbeiter des Ordnungsamtes gegeben. Nach entsprechenden Gesprächen mit dem Landkreis soll auch für diesen und die nächsten Tütensonntage eine entsprechende Marktgenehmigung beantragt werden. Erfreulich war nach einigen Jahren auch wieder der Kassenbericht. Trotz eines leichten Umsatzrückganges auf insgesamt 82.000 Euro konnte am Ende ein Gewinn von 2.364 Euro erzielt werden. Dieses war auch dadurch möglich, dass bei den Personalkosten 4,6 Prozent eingespart wurden. Nach Prüfung der Kasse wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Zur neuen Kassenprüferin wurde Annegret Pape gewählt. Wiedergewählt wurden zudem die beiden Vorstands-Beisitzer Dr. Peter Fröhlich und Richard Henning.